5 Tage Bauwoche im Falsterhus

Selbst auf der Veranda des Falsterhuses, der Drohne winkend.

Selbst auf der Veranda, der Drohne winkend.

Die Herbstbauwoche 2019 in Dänemark liegt schon wieder hinter mir. Wir hatten insgesamt gutes Wetter, durchsetzt von einzelnen Regenschauern, die jedoch die Arbeit im Freien nicht ernsthaft beeinträchtigten. Der beständige Wind fuhr bisweilen zu stürmischen Qualitäten auf, worunter besonders meine Fotografie litt. Ich konnte nur wenige Aufnahmen realisieren.

Schon im Vorfeld des Projektes traten im Verein erhebliche Differenzen auf, die sich an der Ausleihe einer Drohne zu Luftaufnahmen und der Anschaffung von Tischtennisschlägern entzündeten, beides Ausgaben von wenigen 100 Euro. Für meinen Wunsch nach dem Einsatz, genauer der Übernahme der Kosten durch den Verein, denn letztes Jahr hatte ich ja schon auf eigene Kosten eine Drohne eingesetzt, musste ich mir sogar die herabsetzende Bezeichnung „Hobbyfotograf“ gefallen lassen.

Entsprechend schlecht war meine Stimmung, hatte ich doch von den vorab ausgetauschten Mails wenig Hoffnung auf grundsätzliche Klärung. Zu unterschiedlich erwiesen sich die Auffassungen, so sie so überhaupt sprachlich argumentativ zu fassen waren. Da trafen auch letztlich verschiedene Lebenseinstellungen aufeinander.

Magere Quittenernte in unserem Garten in Falster

Magere Quittenernte

Ich habe so mit schweren Bauschmerzen den Aufenthalt durchgestanden, wobei teils äußere Veränderungen zusätzliche die Stimmung drückten. Neben unserem Haus wurde eine riesige Grube ausgehoben mit der Absicht dort ein Regenrückhaltebecken in der Erde zu versenken, ein Vorhaben, dem auch Erics Grundstück samt seiner Denkerhütte zum Opfer fielen. Und die Quittenernte, an die ich sogar, wie im letzten Jahr noch einen weiteren Aufenthalt geknüpft hatte, geriet dieses Jahr so mager, wie 2017, vielleicht noch schlechter. Wenn ich 100 Quitten aus dem Baum rupfte, dann waren es sicher genug.

Ganz klein am Straßenrand

Ganz klein am Straßenrand

Mit Helges Unterstützung hatte ich die Drohne dennoch ausgeliehen und so ich sehe, einige schöne Aufnahmen damit erzielt. Es ist erstaunlich, welchen Bildeindruck man schon aus 4 bis 5 Meter erzielen kann und 20 Meter schauen aus, als schwebte man über allen Wolken.

Ich hätte noch gern mehr fotografiert. Der Wind ließ es leider nicht zu. Schränkte gerade am letzten Tag auch die Drohne ein.

Wie auch schon bei zurückliegenden Bauwochen bemerkt, strengte mich der menschliche Kontakt mit mehr oder weniger Fremden beträchtlich an. Es könnte, mit Abstrichen, nahe an einer Familie sein, stattdessen besaß der Aufenthalt eher Qulitäten einer Klassenfahrt in der Mittelstufe. Die wirklich bösen Streiche fehlten zwar, ansonsten schenkte sich keiner was, so mein Eindruck.

Wir haben dieses schöne Haus, das uns allen am Herzen liegt, ganz gewiss, der Umgang miteinander ist dagegen selten herzlich. Leider.

Was tun im nächsten Jahr?

  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.