An der winterlich kaltweilenden Bille

Bille bei Aumühle

Bille bei Aumühle

Also, der letzte Sonntagsspaziergang in diesem Jahr. Bei winterlich kalter Witterung nahe dem Gefrierpunkt an der Bille bei Aumühle. Mit dabei Objekt klein e und die Kamera, denn ich wollte noch für den neuen Entwickler Ultrafin Testaufnahmen anfertigen.

Der dahinterliegende Gedanke war der, dass neulich ein Fotograf den Einsatz von Rodinal in der Großformatfotografie kritisierte, weil die schärfesteigernde Wirkung dieses Entwicklers bei großen Filmformaten unnötig wäre, da sie ohnehin genug Auflösung bereitstellten. Worauf es ankäme, wäre die reichhaltige Abstufung der Grauwerte. Dazu bräuchte es andere Entwickler, wie eben Ultrafin.

Somit rollte oder eher schleppte ich auf den schmalen, matschigen Pfaden entlang der Bille meinen Einkaufswagen mit der Ausrüstung bis zu der kleinen Brücke, die schon mehrmals mein Ziel gewesen war. Zum Glück herrschte dort wenig Verkehr an Fußgängern und Radfahrern, wie es überhaupt sehr still war, und von Wind war nichts zu spüren.

An der Bille mit Kamera

An der Bille mit Kamera

Zwei Blätter Film, je ein Kodak Technical Pan und ein Kodak Plus-X Pan gingen geschmeidig dahin. Dann noch ein Blatt Fotopapier. Die Kassette musste mal geleert werden.

Nach dieser kleinen Aktion nahm ich den weiteren Weg auf, der mich im Bogen rund um den Ortsteil Krabbenkamp führte. Den teils überschwemmten Auwald längs der Bille durchzogen eisige Flächen, die von tieferen Temperaturen in diesen Niederungen zeugten. Wie immer mochte ich die sich daraus ergebenden Abstraktionen der Vegetation und versuchte sie in einigen Bildern festzuhalten.

Unterholz an der Bille bei Krabbenkamp

Unterholz an der Bille

Äste, Zweige, Unterholz und Gestrüpp vermengen sich zu einer entrückten Zeichnung eines abwesenden Geschehens. Was kann da noch kommen?

An Wohltorf vorbeiziehend, – auch der Tonteich von einer dünnen Eisschicht überzogen und gibt es trostloseres, als ein Schwimmbad im Winter -, erreichte ich kurz nach 15:00 Reinbek, wo ich im Kiosk am Bahnhof einen Tee zu mir nahm. Dann Heimfahrt mit der S-Bahn.

Abends entwickelte ich das erste Blatt Plus-X Pan und siehe da, es sah gut aus.

  

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