Neujahr im Nebel

Elbfähre bei Altona im Nebel am Neujahrstag 2020

Fähre im Nebel

Auf den heiteren Sonnenschein am gestrigen Silvestertag folgte heute ein milchiger Nebel, als müsste sich das neue Jahr in aller Schüchternheit noch verhüllt zeigen. Sein Ausmaß zeigte sich mir erst auf dem Weg nach Bahrenfeld, wo ich die Bahn nach Altona nehmen wollte. Das Euler-Hermes Haus blieb im Grau verschluckt.

Von der Königstraße lief ich den Hang hinab zur Elbe, die sich hinter einer grauen Wand versteckte. Nur das Tuten der Schiffe drang zu mir durch. Mal von links, mal von rechts oder direkt vor mir. Als riefen sie sich gegenseitig etwas zu. Hier ein Video, das etwa in der Mitte einen kleinen Eindruck des Phänomens gibt:

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Schließlich konnte ich es mir nicht verkneifen, auf das Docklandgebäude zu klettern, obwohl das sicher alle taten. Oben angelangt, herrschte tatsächlich kaum Aussicht. Wann hatten wir das schon? Einige andere Besucher, Chinesen oder Koreaner vielleicht, fotografierten sich ausgliebig vor diesem Nichts, aus dem das Tuten drang. Ich musste einen guten Moment warten, ehe ich an die Reihe kam.

Selbst auf dem Dockland Gebäude bei Nebel

Selbst auf dem Dockland Gebäude

Am Elbhang entlang und unterwegs noch ein Gruppe FRISEr getroffen, gelangte ich doch wieder an dem Aussichtspunkt über Neumühlen an, wo ich schon diese Nacht auf das Feuerwerk geschaut hatte, nur war heute kaum etwas vom Hafen zu bemerken, jedenfalls optisch nicht, während aus dem Nebel unter mir ein Dudelsack pfiff. „Willkommen in den schottischen Highlands!“, rief eine Passantin. Ein Motto für 2020?

  

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