Warten auf eine Wolke. In Bahrenfeld

Schnell aufziehende Bewölkung am Standort in Bahrenfeld

Schnell aufziehende Bewölkung am Standort in Bahrenfeld

Gestern mittag hatte Dänemark im Zuge der voranschreitenden Eskalation seine Grenzen gegenüber Deutschland geschlossen, womit unser schönes Falsterhus vorerst nicht erreichbar schien und das Gefühl der Isolation verstärkte.

Umso stärker meldete sich bei mir das Bedürfnis, in Bewegung zu bleiben, auszubrechen und endlich mit der Kamera in den grauen Sonntag hinaus zu fahren.

Indes, schon auf meiner ersten Station, dem Parkhaus an der Gasstraße (neulich schon begutachtet) kam die Sonne hinter den Wolken hervor, vereitelte so das Parkhaus und begleitete mich zu meiner nächsten anvisierten Station, der Holstenkampbrücke im nordöstlichen Bahrenfeld.

Kamera auf der Holstenkampbrücke in Hamburg Bahrenfeld

Kamera auf der Holstenkampbrücke

Hier glaubte ich bei Sonne im Rücken die unter mir verlaufenden Bahngleise ablichten zu können. Doch, der Wind! Ich hatte schon die Kamera aufgestellt, als ich einsehen musste, dass der Standort bei der Vielzahl an kleinen Gerätschaften, die die analoge Fotografie mit sich brachte, – Drahtauslöser, Einstelllupe, Belichtungsmesser -, einfach zu gefährlich war. Zu Groß die Gefahr, dass mir irgendeines der durchaus teueren Kleinteile aus der Hand und in den Abgrund fiele. Also baute ich notgedrungen die Kamera wieder ab.

Industriehalle am Marlowring in Hamburg Bahrenfeld

Industriehalle am Marlowring

Kaum 5 Minuten später entdeckte ich beim Mich-treiben-lassen, in unmittelbarer Nähe zur Brücke diese Industriehalle, deren glatte, flache Fassade mir sofort einleuchtete. Zudem war der Standort durch den Straßendamm und seine Vegetation windgeschützt und dem Fußverkehr entzogen (man glaubt nicht, wieviele Menschen an selbst abgelegenen Stellen unterwegs sind). Hier baute ich die Kamera wieder auf und wartete, dass sich die Sonne am ganz und gar blauen Himmel verzöge.

Immerhin war es warm und mild. Wolken ließen sich keine blicken, so dass ich nahe daran war abzubrechen, als nach vielleicht 40 Minuten mit beachtlicher Geschwindigkeit Bewölkung aufzog und den Himmel verdunkelte. Da musste ich ganz schnell machen und 2 Aufnahmen knipsen, wollte ich nicht jeden Kontrast verlieren.

So ist es in der Fotografie.

  

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