Ostern 2020

Frühstückstisch

Frühstückstisch

Ostersonntag. Den ersten, den ich seit langer Zeit wieder allein verbrachte. Die letzten Jahre waren meiner Mutter gewidmet, die derzeit in ihrem Heim von der Außenwelt abgeschlossen lebt. So musste ich mich mit zwei selbstbemalten Eiern, einigen Leckereien und der NZZ begnügen. Die Sonne schien. Der Birnbaum blühte.

Wie schon am Karfreitag erschien mir, bei nochmals gesteigerten Temperaturen, Stellingen ein lohnendes Ausflugsziel, gänzlich unbeachtet von der allgemeinen Osterurlauberschaft, die sich wahrscheinlich nahe der Elbe bedrohlich zusammenquetschte. Am Rande der Wohngebiete und ausgedehnten Industrieflächen, die Stellingen ausmachten, war wieder einmal gar nichts los.

Ostersonntag. Nix los in Stellingen

Nix los in Stellingen

Da konnte ich dann fast auf der Straße Schlangenlinien fahren und mich da und dorthin treiben lassen, bis ich ans offene Feld kam, wo sich der kleine Bach Mühlenau unter der Autobahn hindurchstahl, um nicht wenig später in die Kollau zu fließen, die nur dann selbst am Ausgang des Niendorfer Geheges die Tarpenbek erreichte. Die Mühlenau ist so unbedeutend, dass sie noch nicht einmal einen Eintrag bei Wikipedia hat. Wie ich aber einer anderen Seite entnahm, soll es im Gebiete Eidelstedts einen kurzen Uferweg geben.

Die Mühlenau hinter Stellingen

Die Mühlenau hinter Stellingen

Von dort gelangte ich durch Seitenstraßen, dem Gefühl folgend, bis an den Rand von Hagenbecks Tierpark, dessen Ausdehnung eine Grenze bildete, von der ich zurückprallend wieder an die Kieler Straße geriet, der ich bis Langenfelde folgte, wo ich auf vertrautem Terrain zurück ins heimische Altona fand.

  

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