Warten auf das Gewicht eines Schattens

Schattenmann

Schattenmann

Sonne, Sonne, Sonne und nochmals Sonne. So soll das auch noch die nächsten Tage weitergehen. Ich lebte gerne an einem grauen und warmen Ort. Wenn ich nur wüsste, wo der wäre. Vielleicht auf den Azoren?

Hinzukommt die durch andauernde Ungewissheit ausgelöste Trägheit und Schwere, sich täglich in Bewegung zu setzen, entgegen aller Bremsung den müden Geist und müden Körper auslaufen zu lassen. Und wohin? Moralische Erschöpfung, nannte das jemand im Deutschlandfunk.

Auch heute wachte ich, vielleicht nach 2 Nächten am Radio dem fortlaufenden Entschwinden Tyrone Slothrops in Pynchons Ende der Parabel geschuldet, mit wackeligen Knien auf, die mir anrieten, nein, nicht mit dem Rad, bloss zu Fuß in Richtung Bahrenfeld zu gehn. Sodann.

Wildes Grün an der Autobahn in Bahrenfeld

Wildes Grün an der Autobahn in Bahrenfeld

Nahe an der Wegstrecke des letzten Sonntags (und ist zwischendurch nichts passiert), nur jenseits der Lutherkirche, an deren Seitentrakt ich ein Schild mit der Aufschrift Zuhause las (wie gerne hätte ich ein solches) über die Autobahn und in einem Schlenker in den Volkspark, dessen große Wiese ich bedrohlich überfüllt fand und zurück auf gradem Weg zurück und immer von der Sonne verfolgt, über die sich endlich ein großer Schatten legen möge.

Kommt aus dem der Westen der Befehl zu sinken / doch offenen Augs wirst du im Licht ertrinken.

  

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