Von der Mühlenau an die Kollau

Kamera an der Mühlenau nahe dem Volksparkstadion Hamburg aufgebaut

Kamera an der Mühlenau aufgebaut

Da hatte ich gerade und bei den vorteilhaftesten Bedingungen die Kamera an der Mühlenau aufgebaut, als ich feststellen musste, dass ich den falschen Film eingepackt hatte. Grrr. Ich muss mir in Zukunft eine farbliche Kennzeichnung ausdenken, damit das nicht so schnell wieder passiert. Für einen Moment überlegte ich, ob ich nach Altona zurückfahren und den richtigen Film holen sollte, entschied mich aber dann dagegen. Auch Missgeschicke können Vorteile haben.

Also, nahm ich meine Tour entlang der Mühlenau in den Norden weiter auf und gedachte, noch vor dem anziehenden Regen ihre Mündung in die Kollau zu erreichen. Ein Gebiet, das sich auf meiner winzigen Karte eher unbestimmt abzeichnete.

Mündung der Mühlenau (links) in die Kollau (rechts) in Hamburg Eidelstedt

Mündung der Mühlenau (links) in die Kollau (rechts)

Entgegen der Erwartung erwies sich aber der Einfluß der Mühlenau in die Kollau als frei zugänglich, da mehrere Wanderwege dort kreuzten. Nur der Untergrund war, vielleicht vom zurückliegenden Regen, arg aufgeweicht, so dass ich darauf ausrutschend beinahe in die Kollau gefallen wäre. Hose verdreckt.

Ich hätte auch hier umkehren können, überlegte dann aber, weiter der Kollau nach Norden zu folgen und ihren Lauf zu erforschen. Nach kaum einem halben Kilometer kam ich in eine offene Marschlandschaft, die Eidelstedter Feldmark, die entgegen ihrer offensichtlichen Ausdehnung doch vollkommen von Stadtgebiet umschlossen ist, wie später die Karte explizierte. Im Westen Eidelstedt, im Norden Schnelsen und im Osten Niendorf.

In der Eidelstedter Feldmark

In der Eidelstedter Feldmark

Ihre Stimmung aus Weg, Wiese und Wolken erinnerten mich sofort an die Wedeler Au, die ich just vor 5 Jahren durchquert hatte. Beginn der Sommerzeit.

Zu meiner Überraschung unternahm der Weg entlang der Kollau keine Anstalten irgendwo zu enden, so dass ich ihm einfach weiter folgte, dabei die dunklen Regenwolken in meinem Rücken wissend. Beiläufig bemerkte ich, dasss ich mich an den Ausläufern des Niendorfer Geheges befinden musste, die ich zu meiner Rechten wahrnahm. Auch dort, wie bei Sülldorf, eine Pony-Reitbahn und Wildzäune.

Schließlich erreichte ich bebautes Gebiet und eine breitere Straße, wo dann der Regen mit einiger Kraft niederging und mich zum Unterstand an einer Busstation zwang. Eine Dame fuhr mit dem Auto herbei und frage mich, ob ich wüsste, wo… Nein, ich wußte noch nicht einmal, wo ich genau war. Erst der Blick auf das Handy wies mir den Westen Niendorfs an. Ui, da gibt es sogar ein großes Freibad.

Nach Abklingen der Schauer radelte ich an der Friedrich-Ebert-Straße bis zur Abzweigung ins Niendorfer Gehege, hier durch den lauschigen Wald und dann meinen früheren Weg kreuzend nach Eidelstedt (Zentrum) und von dort wieder an der Mühlenau und dem anschließenden Volkspark nach Haus.

Karte Wegstrecke entlang der Kollau von Eidelstedt nach Niedorf in Hamburg

Karte Wegstrecke entlang der Kollau

Wie man an der später von mir nachgezeichneten Karte sieht, war das, eher unerwartet, eine gute Tour. So hat sich der anfänglich vergessene Film nicht negativ ausgewirkt.

  

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