Alles in einer Tasche

Reisegepäck. Fertig gepackt für Schweden.

Reisegepäck. Fertig gepackt für Schweden.

Seit ich mit der Großformatkamera verreise, ist zu meinem Gepäck ein weiterer Koffer gekommen, der die Fotoausrüstung enthält. Sein Vorteil lag immerhin darin, dass ich darin genau das hatte, was ich zum Fotografieren brauchte und vom übrigen Reisegepäck getrennt hielt.

Der augenscheinliche Nachteil bestand aber darin, dass ich fortan beide Hände zur Fortbewegung des Gepäcks brauchte, was dann zu Schwierigkeiten führte, wo eine freie Hand vonnöten war. Etwa bei Treppen, bei Türen, Verkehrsmitteln oder nur einem Regenschirm.

So dachte ich, bei der diesjährigen Reise nach Schweden eine Neuerung auszuprobieren, die sich in Form einer großen Reisetasche ergab, in der sowohl Kamera, wie auch normales Reisgepäck ihren Platz finden sollten.

Auf iBei erstand ich dieses Teil, das im oberen Ausmaß bloss aus Gewebe besteht, aber auf einem steifen Boden mit Rollen beruht. Nach einigem Abschätzen des bisherigen Transportvolumens errechnete ich eine notwendige Größe von 100 Litern.

Darin baute ich zwei feste Plastikboxen für die Fotoausrüstung, sowie ein Plastikbox (5l) für Kleinigkeiten ein. Der Rest wurde allem mit Kleidung ausgefüllt. Darunter Regenjacke und Regenponcho. Schließlich war die Tasche gut gefüllt. Trotzdem hatte ich noch einen Rücksack für das schnelle Allerlei (Butterbrot etc) und eine weitere Schultertasche (Lektüre) dabei.

Bewährungsprobe

Ich kann sagen, dass sich die Tasche insgesamt bewährt hat. Da, wo glattes Rollen möglich war, fand ich das Handling besser, als mit zwei Koffern. Die freie Hand erwies sich als angenehm. Auch der Schotterweg, der letzte Abschnitt zu meiner Hütte, ließ sich problemlos, wennauch langsam bewältigen (sollte ich tatsächlich nächstes Jahr nach Grönland kommen, wäre hier eine wesentlich geländegängerige Lösung gefragt.).

Zudem blieb sie in ihrem Ausmassen noch gerade so kompakt, dass sie in das größte Schließfach im Bahnhof Malmö passte. Ich konnte das zum Glück vorher recherchieren.

Schwierig dagegen wurde es, wo ich nicht rollen konnte. Also, bei allen Treppen und Barrieren, die immer wieder auftraten. Gleich am Anfang im Bahnhof Bad Oldesloe, wo die Auszüge nicht in Betrieb waren, oder auch nur im Regionalexpress beim Erklimmen der Stufen zur oberen Ebene. Immerhin enthielt die Tasche Inhalt und Gewicht zweier Koffer! Ich hätte ihr Gewicht auf mehr als 20kg geschätzt. Größere Entfernungen hätte ich sie tragend nicht zurücklegen wollen.

Und da meine Reise noch relativ zügig vonstatten ging, fiel auch der Nachteil, dass in der großen Tasche notwendige Reiseutensilien nicht bequem aufzufinden waren, weniger ins Gewicht. Eine Unternehmung von mehreren Tagen wäre da schon problematischer gewesen.

Ich denke, dass der zukünftige Einsatz genau von der Einschätzung abhängen wird, wieviele Rollwege möglich sein werden.

  

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