Über Stellingen

Bahngelände unterhalb der A7 in Stellingen

Bahngelände unterhalb der A7 in Stellingen

Nach den eher betrüblichen Tagen der letzten Woche wieder einigermassen zu Kräften gekommen, wollte ich heute einen kleinen Ausflug versuchen, der leider durch die unbeständige Wetterlage kürzer als gedacht ausfiel.

Eigentlich hätte heute auch ein Besuch des Hühnerhauses in Volksdorf angestanden. Dort war ich schon lange nicht mehr. Angesichts meiner noch unbeständigen Konstitution meinte ich mir die Tour aber nicht zuzutrauen, zumal mindestens ein Teilstück von 40min in der Bahn darunter gewesen wäre. Diese Zeit mit Maske zuzubringen schien mir wenig verlockend. Schließlich konnte mich die Aussicht auf eine eher zurückgebliebene Kunstauffassung, die da in Volksdorf gepflegt wird, kaum motivieren.

Also, die bewährte Strecke in den Nordwesten, über den Volkspark hinaus, Richtung Stellingen, wo ich eigentlich einen Abschnitt der Düngelau inspizieren wollte. Noch vor dem Bahnhof Stellingen ließ ich mich jedoch von dem Bahngelände dort ablenken, verfolgte schmale Wege, die endlich an einer Schranke endeten und bemerkte schließlich, dass der riesige Damm der Autobahn 7, der hier dann mittels einer Brücke querte vielleicht ein guter Standort für meine Kamera abgeben könnte.

Kamera oberhalb des Bahngeländes in Stellingen

Kamera oberhalb des Bahngeländes in Stellingen

Oben angelangt, die Autobahn hinter einer Lärmschutzwand in meinem Rücken, fand ich einen feinen Blick über das Bahngelände vor. Unter mir wurde heftig rangiert. Nur die Lichtsituation ließ zu wünschen übrig. Wie schon aus Schweden bekannt, wechselten bei schneller Wolkenbewegung Licht und Dunkel einander ab und zusätzlich noch rückte eine dunkle Front, Regen drohend, auf mich zu.

Drama

Drama

Keine leichte Entscheidung, den passenden Moment abzuwarten. Schnell 2 Bilder (1 Röntgenfilm, 1 Papiernegativ), dann alles einpacken und kaum am Fuß des Dammes angelangt, kam schon der erste Regen herunter, vor dem ich unter der hohen Überführung Schutz suchte.

Leicht angekühlt trat ich den Heimweg an, von Regenschauern und kurzen Sonneneinbrüchen unter dickweißen Wolken am plötzlich blauen Himmel begleitet. Wie im April.

  

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