Im zarten Herbststau

Herbstsonne an der Mühlenau bei Eidelstedt

Herbstsonne an der Mühlenau

Eigentlich stand mir an diesem Sonntag der Sinn nach Elbe, mal zur Abwechselung, – doch als ich auf der Straße die unglaublich warme Luft verpürte (es waren fast 16°) und dann auch noch auf den ersten Metern ein dickes Buch mit Luftaufnahmen aus England fand, an dem ich nicht vorbeigehen konnte, änderte ich nach einiger Überlegung meine Entscheidung, nahm das Rad und fuhr in die gegebene Richtung des Volksparks.

Ich sollte noch anmerken, dass ich mich seit der vorgestrigen Radiosendung angeschlagen fühlte und daher die körperliche Anstrengung in den Elbbergen unter gegebenen Temperaturen fürchtete. Auf der Radstrecke fühlte sich die Luft dagegen sehr erfrischend kühl an.

Die Eidelstedter Feldmark erreichend, fand ich für die Fotografie trotz des herrlichen Sonnenscheins zwei Hindernisse vor. Wie schon am letzten Sonntag radelte und flanierte das Volk in Trauben und Scharen entlang der Wege, woraus sich eine beträchtliche Unruhe ergab (so gerne ich auch den Passanten, so sie nicht nach dem Eisvogel fragen, zu meinen Absichten Auskunft gebe, mag ich mich nicht mehrmals hintereinander erklären.), die mich erst gar nicht die Kamera aufbauen ließ. Und weiter hing über ganz Eidelstedt ein seltsam modriger Geruch, als wäre irgendwo ein Klärwerk geplatzt. Nina?

Spätherbstliche Kollau (Eidelstedter Feldmark)

Spätherbstliche Kollau

So fügte ich mich widerwillig in die weitere Prozession der Fußgänger und Radfahrer für eine Runde entlang der Kollau, mal hier und da vom Wege abweichend, ohne aber Ziel und Zweck zu finden, bevor ich mit der sinkenden Sonne den Heimweg antrat. Kurz vor dem Volksparkstadion glaubte ich noch ein Motiv (da liegt sehr versteckt so eine HERA Station) zu bemerken, doch nahe der Vordämmerung lagen die Kontraste schon zu hoch. Bald für ein anderes Mal.

  

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