Ablauf zur Abreise

Neumühlen, ein letztes Mal

Neumühlen, ein letztes Mal

Meine letzten beiden Tag in Hamburg. Am Mittwoch noch bis mittags mit Kisten beschäftigt. Dann Papier und Glas weggebracht. Und Dinge, die sonst noch entsorgt werden wollten.

Wie immer, gegen 15 Uhr, fuhr ich nach Neumühlen, wo ich über die Elbe blickte. Diese Aussicht wird mir fehlen. Von dort zu Christel. Sie war mir eine treue und hilfsbereite Begleiterin über die ganze Zeit in Hamburg. Ein echte Freundin. Schade, dass ich mich nicht auch in ihrem lauschigen Hinterhof situieren konnte.

Am Abend dann am Eisauto, das klingelnd durch unsere Straßen fuhr, zwei Kugeln Vanille und Zitrone. Im kleinen Park. Die Menschen spielten Tischtennis oder führten die Hunde aus. Die Kirchturmuhr bimmelte zur neunten Stunde. Ich zählte die Schläge mit.

Auszug

Donnerstag um 6 klingelte der Wecker. Frühstück in aller Schnelle. Dann Bett zerlegen. Um 7:30 klingelte das Umzugsunternehmen. Zwei freundliche Jungs nahmen alle Kisten und was sonst noch herumstand mit. Sie benahmen sich sehr höflich und angenehm. Um 9:45 fuhren sie ab.

Zimmer leer

Zimmer leer

Von da an begann für mich das große Putzen, denn jetzt erst stand die Wohnung wirklich leer. Putzen, schrubben, wischen, putzen, wischen, schrubben. Staubfäden einsammeln. Flecken auf den Tapeten ausmalen. Und nicht die Fenster vergessen. Den Muskelkater davon in Armen und Hände spürte ich noch Tage danach.

Schließlich kam um ½ 5 der Vermieter und entließ mich, wie abgesprochen, unter allerlei Segnungen aus dem Mietvertrag und der Verpflichtung, zu renovieren. Eine große Erleichterung für mich.

Abfahrt

Mit zwei Koffern und zwei Taschen unternahm ich den letzten Weg zu Bahnhof Altona. Wohlweislich aller Eventualitäten hatte ich keine Fahrkarte gebucht. Den Zug um 17:07 konnte ich nicht mehr erreichen. Auch der um 17:43 erschien knapp. Ganz eilig löste ich ein Ticket am Automaten und saß kurze Zeit später schon im 1. Klasse Abteil. Ich hatte es geschafft!

Hamburg Binnenalster

Und wieder gehts auf Reisen…

Zum meinem Abschied schien die Sonne. Was hätte ich mir mehr wünschen können?

Elbbrücken. Letzter Blick auf Hamburg.

Elbbrücken. Letzter Blick auf Hamburg.

Der Bahn anvertraut, ließ ich an den Elbbrücken einen letzten Blick in Richtung Hamburg fallen, das ich heute nach 2844 Tagen verließ.

Mit fürsorglicher Entschleunigung, die mir erneut ein Stück hessisches Hinterland vor Kassel eröffnete, näherte ich mich gegen 23 Uhr endlich Frankfurt. Die Vorstellung, am Hauptbahnhof anzukommen, wollte mir keine Freude machen, weswegen ich schon am Südbahnhof ausstieg, wo ich tatsächlich, fast einsam wartend am Rande des Vorplatzes, ein Taxi bekam, das mich, staunender, gemächlich durchs nächtliche Frankfurt fuhr. Über den friedlichen Main und in die Schluchten der Hochhäuser, schließlich die knappe Kurve an der Junghofstraße nehmend und an der Taunusanlage in den Reuterweg einbiegend. Ich war angekommen, wohlbehalten. Zu Haus.

  

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