Sag Tschüss zum Sommer

Grüneburgpark vor dem Regen

Grüneburgpark vor dem Regen

Ein weiterer trüber Sonntag im August, der damit begann, dass es sich am Vormittag gründlich ausregnen musste. Das Regenradar immer im Blick, glaubte ich, nach 14:00 eine gewisse Runde drehen zu können, so etwa bis Bockenheim, die sich dann doch ausdehnte.

Mir kam vor, als wiederholte sich 2010, das bei den gleichen Tagen einen ähnlich regnerischen August gekannt hatte. An dessen letzen Sonntag vor 11 Jahren lief ich bei Nieder Eschbach übers Feld.

Heute durchmass ich den Grüneburgpark, schlängelte mich an der Autobahn vorbei und drehte unschlüssig einen Kreis in Bockenheim am Bahnhof West. Wohin weiter?

Am Teich. Von-Bernus-Park. Frankfurt Bockenheim

Am Teich. Von-Bernus-Park

Durch Zufall entdeckte ich den winzigen Von-Bernus-Park, eine Grünlage mit Teich, die mir noch nie begegnet war. Warum gerade dort ein Park?

Brache an der Rödelheimer Landstraße. Zukünftiges Schönhof-Viertel

Brache an der Rödelheimer Landstraße.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Bahn, jenseits der Gleise erstreckte sich eine weite Brachfläche. Vor Jahre lag da ein großes Siemens-Werk, ich erinnere mich an Ausflüge um 2011, das nun, kaum wunderlich, verschwunden war. Ohne Zweifel würde die Brache, wie überall, schön bebaut und behübscht. Den passenden Namen fand ich auf einer großen Plakatwand, die im Nirgendwo verkündete: Schönhof-Viertel.

Mir gelang für den Rückweg ein Durchlass unter der Bahn an der Voltastraße, von der ich aus in die Frankfurter Allee kam. In einer der Hinterhöfe dort befand sich früher eine Filmproduktion, für ich mal gearbeitet hatte. Das war so um 1996. Der Name fand sich nirgendwo. Auch sie Geschichte.

Institutsgebäude Gräfstr. 38, Frankfurt Bockenheim

Institutsgebäude Gräfstr. 38. Hier begann das Internet in Frankfurt.

Und noch ein Stück Geschichte begegnete mir in der Gräfstr. 38. Im Keller des Institutsgebäudes befanden sich 1996 Arbeitsplätze des Hochschulrechenzentrums. Im April 1996 bastelte ich dort mit Markus Halbe unsere Internetseite für unser Seminar. Am Anfang musste sich sehr oft in den Keller, weil Änderungen an den Webseiten nur dort möglich waren. Oft begann der Tag so, morgens Analyse im Westend, dann Kaffee und Croissant beim Bäcker am Kettenhofweg, dann in den Untergrund zum Internet. Später erlaubte die Uni den Zugriff auch von zuhause aus.

Sommerschluß

Also, der Sommer 2021 war gefühlt zu kalt (von der Hitze Mitte Juni abgesehen) und zu nass (für manche allerdings katastrophal zu nass). In Schweden ging es gerade so und rettete mir einige schönsonnige Tage. Noch eine Chance für den September.

  

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