Nieder-Eschbacher Zirkel

Am Hang, oberhalb von Nieder-Eschbach

Am Hang, oberhalb von Nieder-Eschbach

Am Morgen stoben einige Schneekörner durch die Straße, die aber ihr Versprechen auf weiteres Weiß nicht einhielten. Es blieb diesig grau, recht unfreundlich. Ich versuchte eine Runde in Nieder-Eschbach.

Ich mag Nieder-Eschbach, auch wenn es auf den ersten Blick reizlos erscheint. Nahe des Eschbachs bemerkte ich eine Reihenhaussiedlung von sehr schmalen Grundstücken, eng aneinandergedrückt. Aber wahrscheinlich sind auch die unbezahlbar.

Als ich den Hang hinauflief zu “meinem Baum“, bog ich aus Laune links ab, wo sich mir ein Naturlehrpfad ankündigte, dem ich aber nur ein geringes Stück folgte und an einem Gartengrundstück den Berg erklomm, der mich wieder auf die Höhe brachte. Am Baum, der da an der verlassenen Straße nach Ober-Erlenbach stand, hätte ein Foto nahegelegen, aber bei den Temperaturen hätte mir ein Hantieren mit der Kamera sicherlich keinen Spass gemacht.

Mein Baum an der Straße nach Ober-Erlenbach. Aufnahme diesmal digital.

Mein Baum an der Straße nach Ober-Erlenbach. Aufnahme diesmal digital.

So beließ ich es bei einem digitalen Dokument, bevor ich über die Felder in Richtung Bad Homburg lief, der Taunus dahinter in Wolken oder Nebel gehüllt. Nach etwa 1km lenkte ich meine Schritte wieder ins Eschbachtal, gerade in dem Moment, als die Sonne für einen Moment durch die Wolken kam und ein freundlich warmes Licht über die Landschaft legte. Vom Hang aus, oberhalb der Sportstätten und des Schwimmbads (Erinnerungen an Sommer dort vor vielen Jahren) nahm sich die Stimmung sehr ansprechend und herzig aus. Leider schlossen sich die Wolken wieder, als ich Nieder-Eschbach Zentrum erreichte.

Sonne in den Böumen. Oberhalb des Eschbachs.

Sonne in den Böumen. Oberhalb des Eschbachs.

Jetzt hätte ich schon die Bahn nehmen können, ich entschied mich jedoch über die schmalen Feldwege bis Bonames zu laufen, einfach, um noch mehr Bewegung mitzunehmen. Dafür brauchte ich nochmals eine halbe Stunde. An der Station Bonames-Mitte, wo mir gerade ein Bahn davon gefahren war, türmten sich über mir die Wolken auf, stemmten sich gegen die Sonne und bliesen mir noch einige Körner Eis kratzend in das ausgekühlte Gesicht. Ein erfreulicher Spaziergang, der 10.400 (8.4km) Schritte vermaß.

  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.