Verstreutes aus meiner 8. Woche in Paris.
🔵 Montag (17.11.), nach Vaugirard. Gleich an der Métrostation hat Foucault gewohnt. Ein unscheinbarer Apartmentblock aus den 60er Jahren. Überraschend? Was hätte man erwartet? Mit dem Bus herüber nach Alésia. Einkauf bei Carrefour. Weiter Bummel Rue du Bac. Bei Bon Marché wird schon Weihnachtsdekoration gezeigt. Jetzt geht es los.
🔵 Dienstag (18.11.), morgens Sprachcafé bei Robert Sabatier. Große Gruppe, 13 Teilnehmer. Da tat ich mich schwer. Nach dem Kaffee beim Bäcker nach Belleville. Beim Abverkauf einen Bettbezug erstanden, der mir schon neulich aufgefallen war. Weiter entlang der Rue de Belleville. Im Buchladen ein nettes Buch über Orte Pariser Schriftsteller erstanden. Leider nichts zum Exil, aber als Anregung und Verständnishilfe zur Anlage des literarischen Feldes bestimmt hilfreich. Etwas ähnliches würde ich gerne zum deutschen Exil herstellen.
🔵 Mittwoch (19.11.), Regen, zum Rathaus. Dort den Erinnerungsgarten (Jardin du 13 novembre 2015) für die Opfer der islamistischen Anschläge vom 13.11. 2015 besucht, der vor einigen Tagen offiziell eingeweiht wurde. Bedrückend, sich dabei bewußt zu machen, wie viele (meist junge) Menschen für nichts sterben mussten. Mir kamen die Tränen. Anschließend zu BHV. Leider nichts entdeckt. Weiter noch zu Printemps und Lafayette. Auch da nichts. Herrenmode ist echt schwierig. Zur Pause im Selbstbedienungscafé im 6. Stock. Ich meine, letztes Mal hätte der Kaffee besser geschmeckt.
🔵 Donnerstag (20.11.), Ausflug nach Clichy-sous-Bois. Siedlung des Grauens. Lichtsituation ungünstig. Schneller Wechsel von Sonne und Wolken. Ich war sowieso in dieser (beinahe feindlichen) Umgebung sehr vorsichtig mit der Fotografie. Unklar, wie die Menschen dort darauf reagieren würden. Auf dem Rückweg in Gargan einen Kaffee. Da sah es schon nicht mehr ganz so schlimm aus.
🔵 Freitag (21.11.), morgens wieder Sprachcafé bei Goutte d’or. Heute: Schokolade testen und entsprechende Ausdrücke lernen. Etwa croquant/croquante. Meine Kinderschokolade fiel natürlich durch. Anschließend nach Belleville und auf dem Markt die Anstecker erworben, die mir neulich aufgefallen sind. Pause in einer Bäckerei. Leider gedrängt drinnen, weil draußen so ungemütlich. Weiter mit der M 11 nach Rosny. Shopping Center.
🔵 Samstag (22.11.), überraschend kalt, fast frostig. Bei Réaumur-Sébastopol den Figaro erstanden. Auf Arts et metiers zu die ersten Weihnachtsbäume entdeckt. Das ist früh. Dann kleine Einkäufe, schon Geschenke, nahe Pyramides. Dumme Idee, den Bus 95 rüber nach St. Germain nehmen zu wollen. Der brauchte wegen Baustelle ewig. Vollkommen verfroren angekommen. Nur kurz in den Monoprix, dann mit Métro nachhaus.
🔵 Sonntag (23.11.), fieser Regen. Am Nachmittag Oliver in Belleville getroffen. Schön, dass es doch noch geklappt hat. Er erzählte, dass er einen Wasserschaden hat. Glück, dass er gerade zur Zeit in Paris ist. Sonst steht die Wohnung wochenlang leer. Damit hat er einigen Ärger an der Backe. Hoffentlich kann die Hausverwaltung aushelfen. Nach unserem Treffen lief ich bergab die Rue de Belleville, fast bis République, wo ich mir in einem Burgerladen eine Stärkung gönnte. Dann durch die Rue du Château d’Eau bis zur Métro 4.

