Archiv der Kategorie: Essays

Beiträge im ThingLabs Blog, die seine kritische Distanz zur Kunst herausstellen und für die Seite beispielhaft sind.

Elbkulturfonds – was bringt er Hamburgs KünstlerInnen?

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Magere Bilanz

In Hamburg existiert seit 2013 ein Elbkulturfonds als Instrument der Kulturpolitik, der mit einem Volumen von jährlich 500.000 Euro Projekte der “Freien Szene” (Tanz, Theater, Kunst, Musik) finanziert. Das Budget des Fonds entstammt der ebenfalls 2013 eingeführten Kultur- und Tourismustaxe, die die private Übernachtung in der Hansestadt besteuert. 2014 kamen daraus Einnahmen von 11 Millionen Euro zustande.

Der Elbkulturfonds ist im Vergleich mit anderen ähnlichen Institutionen nicht schlecht ausgestattet. Nach vorsichtigen Schätzungen kann man die Ausschüttung der Hessischen Kulturstiftung (14 Atelier und Reisestipendien) auf etwa 200.000 Euro pro Jahr beziffern. (Hessen zudem hat 6.1 Mio. Einwohner)

Doch was genau kommt aus den Mitteln des Elbkulturfonds bei den KünstlerInnen an? Wie stehen mögliche Zuwendungen aus dem Elbkulturfonds zur wirtschschaftlichen Gesamtsituation der KünstlerInnen?

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Was Kunst vermag

Was Kunst vermag, erläutert Alain de Botton am Beispiel Prousts.

So sei der große Künstler in der Lage, Sachverhalte und Gefühle besser als der Normalmensch zum Ausdruck zu bringen, auf dass jener sich vermittels der Leistung des Künstlers selbst genauer kennenlernen könne.

Der Künstler wäre demnach eine Art Sprach-Techniker, der durch seine besondere Ausdrucksfähigkeit verborgene Bedeutungen der Allgemeinheit zugänglich machte.

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Kunst nach der Religion

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Genieß das Leben. Es gibt keine Kunst.

Kunst lässt sich nicht beweisen. Welche Folgen erwachsen dieser Erkenntnis? Drei Antworten nach den Gedanken des Kunstkritikers Claus Borgeest.

In seiner Schrift “Das Kunsturteil” glaubt Claus Borgeest gezeigt zu haben, dass es keine rationale Begründung für den Kunststatus eines beliebigen Werkes geben könne. Infolgedessen bleibe Kunst nur Glaubenssache und ähnele damit der Religion.

Seine Argumentation verläuft in aller Kürze so: für Kunst braucht es Kunstwerke, und diese müssten Eigenschaften aufweisen, die sie von anderen Gegenständen des Alltags unterschieden. Da diese Eigenschaften aber niemals sicher (kausal oder wenigstens hinreichend streng) als kunstwirksam zu bestimmen seien, bliebe der Kunstatus des betreffenden Werkes offen und unabwägbar.

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