Nicht verbittert, erbost. Corona, Politik, Kunst und Paris. Das Seminar im März

Das Seminar. Stefan Beck auf Sendung im Studio 1 von Radio X Frankfurt.

Selbst auf Sendung im Studio 1 von Radio X Frankfurt

Gerade gestern erst aus Paris zurück und heute schon die dritte Sendung in diesem Jahr. Viele Themen bei leicht frühlingshafter Stimmung.

Meine allerliebste KI fand diesmal folgende Themen heraus:

1. Persönliche Erfahrungen in Paris:

Siebentägiger Aufenthalt in Paris: Stefan berichtet von seinem kürzlichen siebentägigen Aufenthalt in Paris und seiner Erleichterung, wieder in der Wohnung seiner bekannten Vermieterin in Jaurès wohnen zu können.

Projekt zu Walter Benjamin: Er hat während seines Aufenthalts sein Projekt vorangetrieben, alle 13 Exil-Wohnsitze von Walter Benjamin in Paris zu besuchen, um eine App zu entwickeln, die diese Orte zugänglich macht. Das bewölkte Wetter war dabei seiner „Foto-Philosophie“ förderlich.

Fortschritte bei der Wohnungsauflösung seiner Mutter: Stefan berichtet von Fortschritten bei der Auflösung der Wohnung seiner Mutter in Frankfurt. Die Küche wurde geliefert und aufgebaut, Malerarbeiten sind abgeschlossen, und ein Makler ist beauftragt. Er hofft, ab Mai für zwei Monate nach Paris ziehen zu können.

Treffen mit Freunden (Oliver und Alfred): Stefan erzählt von Treffen mit seinem Freund Oliver, mit dem er verschiedene musikalische Veranstaltungen besuchte (moderne Tanzperformance, Jazz-Combo). Er teilt seine eher skeptische Haltung gegenüber der Pariser „Offszene“. Er traf auch einen weiteren Bekannten, Alfred, mit dem er (und Oliver) koreanisch essen war.

2. Reflexionen über die Kunstwelt und Kritik:

Negative Einschätzung von Kasper König: Stefan äußert eine extrem negative Meinung über den verstorbenen Kasper König, den er als „kein guter Mensch“, „Machtmensch“, „Despot“ und Teil einer „Kunstmafia“ bezeichnet. Seine spontane Reaktion („recht so“) auf die Information, dass König im letzten Jahr gelitten habe, schockierte seine Gesprächspartner.

Zitat: „Kasper König war kein guter Mensch. Übrigens war ich neulich, als ich war jetzt zweimal auch mit einem anderen Kollegen Florian war ich wandern und erstaunlicherweise wir beide waren uns einig in unserer absolut negativen Einschätzung Ein Machtmensch. Ich würde sogar weitergehen, ein ein Despot! Und noch würde ich sagen, das ist Kunstmafia!“

Ablehnung der Bezeichnung „verbitterter Künstler“. Alfred hatte davon gesprochen. Stefan wehrt sich gegen die Bezeichnung als „verbitterter Künstler“. Er betont, dass seine Kritik an den Zuständen in der Kunstwelt auf Empörung und nicht auf persönlicher Verbitterung beruhe.

Zitat: „Wer mich als verbittert bezeichnet, der versteht nicht, worum es mir geht. Ich bin erbost. Ich bin bin aufgebracht.“

Kritik an der Kulturpolitik und der finanziellen Unterstützung von Künstlern: Stefan kritisiert die Diskrepanz zwischen der hohen finanziellen Unterstützung für städtische Bühnen und der geringen Unterstützung für bildende Künstler. Er prangert die Haltung von Politikerinnen wie Frau Ebertz, Frau Hartwig und Frau Kujer an.

Zitat: „Das ist das ist was, wo ich mich wo ich mich aufrege. Und es hat nichts mit Verbitterung zu tun.“

Parallele zum Feminismus und häuslicher Gewalt in der Kunst: Stefan zieht eine Parallele zum Feminismus, der Machtstrukturen aufkläre, aber oft bei der Geschlechterproblematik stehen bleibe. Er fordert eine ähnliche Analyse für die Kunstwelt und bezeichnet Kunst als einen Fall von „häuslicher Gewalt“, über die nicht gesprochen werde.

Zitat: „Kunst ist ein Fall von häuslicher Gewalt. Also, es bleibt ebenso in der Familie wie bei der Mafia. Das ist der Punkt, dass man nicht darüber spricht diese Art diese dieses Gewaltzustands …“

Schockmoment in der Kunst: Stefan bezieht sich auf Allan Kaprows Idee, dass nicht der Künstler das Publikum, sondern die Kunst den Künstler schockieren sollte. Er sieht es als seine Aufgabe, diesen Schockmoment zu erzeugen, insbesondere in Bezug auf die prekäre Situation vieler Künstler.

Finanzierung der Kunst durch Künstler: Stefan kritisiert die Tatsache, dass viele Künstler ihr eigenes Geld oder das Geld ihrer Familien in ihre Kunst investieren, oft ohne Aussicht auf Erfolg, während gleichzeitig die Kosten für z.B. die Pflege demenzkranker Eltern steigen. Er bemängelt die mangelnde Diskussion über alternative Finanzierungsmodelle.

Alles zusammen:


 

Nächstes Mal live auf Sendung am Fr., 11.4. 2025 um 16 Uhr auf Radio X