Der spätere Nachmittag war schon durch die Absicht verplant, dem Wimbledon Endspiel der Herren beizuwohnen, das dennoch Zeit ließ, den früheren Teil des Tages mit einer Radtour auszufüllen. Ich entschied mich für die nächste Nachbarschaft, Ginnheim.
Die feine Bewölkung motivierte mich, die Kamera mitzunehmen, wenngleich ich nicht direkt an ein besonderes Motiv dachte. Doch schon in der Mitte der Platenstraße, auf der Höhe des Zirkus, der dort situiert war, bemerkte ich eine neugestaltete Grünanlage, etwa am Rande des Sportfeldes, das ebenfalls, zur Bundesbank hin, unter Konstruktion stand.
Alles war noch nicht gänzlich ausgestaltet, so dass ich hier und da Brachland und Gestrüpp fand, das mich nach Prüfung zu einem Motiv einlud. Nebendran direkt eine Fitness-Anlage, deren Betrieb meine Konzentration störte. Ich nahm ein Blatt Film auf und machte mich von dannen.
Nicht viel weiter kam ich an der Franz-Werfel-Straße an ein schon lange bekanntes Brachstück. Direkt hinter dem Lidl und parallel zur Autobahn. Unverständlich, warum das nicht längst bebaut ist. Hier nahm ich ein Bild des offenstehenden Tores auf.
Zwei Blatt Film sollten mir genug sein. Ich radelte bergab nach Ginnheim, unter der Bahnlinie durch, über die Nidda, ein kleines Stück in die Römerstadt, wo ich immer noch den Kunstraum Gerd Wild vorfand. Der Herr, entnahm ich der ausgehängten Vita, ist schon 85.
Den Rückweg nahm ich durch das Buga-Gelände, mit einem kurzen Blick auf das Theaterdorf, und weiter an der Sportplätzen vorbei in die Frauenlobstraße, den Grüneburgpark bis nach Haus. Gut zwei Stunden war ich unterwegs gewesen.
Und dann das Match…
Jetzt sollte eigentlich um 15:00 das Herren Endspiel in Wimbledon kommen, aber zu der gewohnten Zeit sah ich nur Damendoppel. Ich fand dann heraus, dass es erst um 17:00 stattfinden sollte. Das hatte es ja noch nie gegeben!
Warten also, auf die Reprise von Paris. Jannik Sinner gegen Carlos Alcaraz. Hoffentlich würde es nicht so ein Drama werden, wie vor 5 Wochen. Beide Spieler sichtlich nervös, viele leichtfertige Fehler, beide unterhalb ihres Könnens. Stellenweise nicht mehr sehenswert. Am Ende konnte sich dann, durchaus verdient, Jannik Sinner (mein Favorit) in 4 Sätzen den Titel holen.






