Sommer top in Schweden

Unterwegs auf dem See zu neuen Ufern mit dem Stand Up Paddle Board, Schweden best

Unterwegs auf dem See zu neuen Ufern, Schweden at its best

Der Sommer hat mich dieses Jahr in Schweden nicht enttäuscht. Er war, mit einigen Abstrichen, so gut, wie er nur sein konnte.

Viele Tage verliefen sehr stürmisch und die Temperaturen hätten noch ein wenig höher liegen können, anders aber als der letzte Sommer 2024 blieb das Wetter über meinen Aufenthalt wesentlich gleichmäßiger und stabiler. Es gab keinen einzigen echten Regentag, der mich in die Hütte gezwungen hätte, und die letzten Tage mit der Abreise inklusive verwöhnten mich mit Sonnenschein. Währenddessen wurde Frankfurt (und auch Paris) von Hitzewellen getroffen. Die gingen an mir vorüber.

Die Anreise

Hamburg Harburg. Nachtzug nach Stockholm 45 Minuten verspätet, 31.7. 2025

Hamburg Harburg. Nachtzug nach Stockholm 45 Minuten verspätet, 31.7. 2025

Die Fähre Travemünde-Malmö ist schön, aber als Fußpassagier durch den komplizierten An- und Abweg beschwerlich. Besonders mit Gepäck. Vor drei Jahren hatte ich daher schon den Zug, den Snälltåget, ausprobiert. Dieses Jahr wollte ich die Variante der schwedischen Staatsbahn SJ mit Schlafwagen versuchen.

Und so erging es mir …

Erste Etappe Frankfurt – Hamburg. Eingedenk möglicher Verspätungen hatte ich einen Zug gewählt, der eine Stunde früher als geplant ankommen sollte. Das erwies sich als richtig, denn er kam erst mit 20 Minuten in Frankfurt los, die sich durch eine Weichenstörung hinter Hannover zu 60 Minuten ausdehnten. Ich kam also genau zeitig an, um Pascal zu treffen. In Hamburg das fast übliche Regenwetter. Wir liefen einen kurzen Weg entlang der Alster und saßen dann zum Essen bei Max & Co.

In der Zwischenzeit hatte mit die schwedische Bahn signalisiert, dass mein Zug von Harburg und mit 50 Minuten Verspätung abfahren würde. Was tun mit dieser Zeit, vor allem am Abend? Ich hatte noch Glück, bis 22:00 die DB Lounge nutzen zu dürfen. In Harburg dann keine Spur vom Zug, aber am Bahnsteig viele Wartende mit Rucksackgepäck. Einige sagten, der Zug hätte 40 Minuten Verspätung, also noch zu den 50 obendrauf. In Harburg warten machte keinen Spaß. Es wurden 50 Minuten. Die Rucksacktouristen stürmten den Zug. Es brauchte Zeit, bis ich mein Schlafwagenabteil fand. Es war überraschend klein. Wo das Gepäck unterbringen? Ein Schaffner ließ sich nicht blicken. Ich kletterte(!) hinauf zu meiner Koje und versuchte gleich, Schlaf zu finden. (Erst am nächsten Morgen entdeckte ich, dass es auch eine Leiter gegeben hätte.) Das gelang noch gut, ich wachte erst kurz vor Malmö auf. Irgendwo sollte es auch Frühstück geben. Der Zug, das zeigte sich erst bei Tageslicht, war aus den verschiedensten Wagentypen zusammengesetzt. Neben den klassischen Liegewagen gab es auch Sitzwagen aus alten deutschen Interregio-Zügen. Dort lag das Gros der Rucksackreisenden quer durcheinander. Einige Türen war versperrt. Auch mehrere Toiletten nicht benutzbar. Immerhin fand ich das Bistro, das in Malmö angehängt worden war. Das Frühstück, im Preis inbegriffen, war gut.

Durch die zwischenzeitlich angesammelte Verspätung kam ich auch mit ordentlicher Verspätung an meinem Zielbahnhof Nässjö an, wodurch mir immerhin dort weiteres Warten erspart blieb.

Zusammengefasst, eine zweifelhafte Erfahrung. Größter Vorteil, man fährt in einem Rutsch von Hamburg nach Schweden ohne lästiges Umsteigen. Wenn es denn funktioniert, wie die Erfahrung zeigt. Auf der Fähre reist es sich deutlich bequemer. Verspätungen hatte ich noch nie gehabt. Dafür die nervige Anfahrt, wie ich auf der Rückreise in Malmö bemerken musste. Letztes Jahr fuhr der Bus ins Hafengebiet noch durch. Dieses Jahr wurde ich irgendwo im Niemandsland abgesetzt und musste auf einen weiteren Bus warten, der mich zum Fährterminal brachte. Jedes Mal Gepäck rein und raus und Nervenbelastung, ob tatsächlich auch der Anschluss kommt. In Travemünde das gleiche Spiel. Der direkte Bus nach Lübeck entfallen, dafür mussten wir 25 Minuten in einer Wohnsiedlung (Roter Hahn) auf einen weiteren Bus warten. Sitzplätze und Unterstellmöglichkeiten mangelhaft.

Nicht einfach, daraus eine Entscheidung für die Zukunft abzuleiten. Das Nadelöhr ist die Strecke Hamburg – Malmö. Wenn man Zeit sparen will, muss man über Nacht fahren. Also entweder Fähre oder Zug. Alternative, mindestens eine weitere Nacht in Hamburg oder Copenhagen/Malmö.

Badezeiten

Am Stockerydsjön, 15.8. 2025

Am Stockerydsjön, 15.8. 2025

Ich hatte das Glück, alle 6 Badeseen in meiner Umgebung besuchen zu können. Wenn die Temperatur draußen über 25° stieg, dann hatte ich tatsächlich das Gefühl von Sommer wie früher, wie in meiner Kindheit, ohne die Überdrehungen von denen die heutigen Sommer geprägt sind. Die Bäckersfrau aus Flisby, bei der ich die netten Dinkelbrötchen erworben hatte, sagte hingegen, es wäre zu warm. Die Sommer ihrer Kindheit wären kühler gewesen. Auch die Trockenheit mache ihr zu schaffen. Ja, das konnte ich an den Himbeeren sehen. Es gab sehr viele dieses Mal, aber sie blieben klein.

Auch der See vor meiner Haustüre bot neue Freude, was sicherlich an dem neu erworbenen Paddle Board lag. Nach dem ersten Test neulich am Griebnitzsee, drängte mich meine Schwester, ein solches Board auch in Schweden zu versuchen. Da es leider keins im Ort zu leihen gab, konnte ich tatsächlich eins online bestellen, was mit einigen Wirrungen, auch bei mir, also im Dorf, eintraf.

Mit dem Paddle Board auf dem See, 17.8. 2025

Mit dem Paddle Board auf dem See, 17.8. 2025

Mit dem Board erhielt ich einen ganz anderen Zugang zum See, konnte unzugängliche Stellen erkunden, nah oder fern zum Ufer sein und mich ganz einfach darauf aufhalten. Das fand ich besonders schön. Es war wie meine eigene kleine Insel. Björn erlaubte mir, das Board zusammengefaltet in der Hütte zurückzulassen. Wenn es den Winter übersteht, wird es mich hoffentlich im nächsten Jahr erfreuen.

Fotografie

Mit der Kamera bei Husgölen, 11.8. 2025

Mit der Kamera bei Husgölen, 11.8. 2025

Mit der Fotografie sah es dieses Jahr nicht gut aus. Zuviel Sonnenschein und stürmischer Wind verhinderten die Aufnahmen. Mehrere Mal harrte ich längere Zeit vor einem Motiv aus, doch die nötige Bewölkung wollte sich nicht einstellen. Zweimal kam ich nur um Minuten zu spät. So blieben mir als Ausbeute ganze 7 Blatt, die immerhin von der Qualität nicht enttäuschten.

 

Und weiter …

Bei der Ankunft, mein See 1.8. 2025

Bei der Ankunft, mein See 1.8. 2025

Die ersten 3 Tage warm und windstill.

Die ersten 3 Tage warm und windstill.

Immer wieder sehr stürmisch.

Immer wieder sehr stürmisch.

Im Verlauf der ersten Woche Badewetter

Im Verlauf der ersten Woche Badewetter

Allein am See

Allein am See

Huhu

Huhu

Und die hier der Rückblick auf Twitter

Ergänzungen folgen …

  

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