Mein Weihnachten 2025 verlief nicht gänzlich rund, weswegen ich mich auf einige Punkte beschränke, die freundlich blieben.
Wie schon im letzten Jahr dachte ich daran, erst nach Heiligabend zu meiner Schwester zu fahren. Mein eigenes Fest für mich wollte ich schon am 23.12. begehen, was mir aber nicht gelang. Es wurde also der 24., der eigentlich nur aus einem guten Essen für mich bestand. Filetsteak, Kartoffelgratin und Erbsen. Dazu der Wein Nr.2 aus Paris. Die Nr.1 wollte ich für Silvester bewahren.
Am Tag drauf nahm ich dann die Bahn nach Potsdam, die mich netterweise pünktlich ablieferte. Das war dann mein erstes Weihnachten seit 10 Jahren ohne die Mutter, die dennoch in Gedanken und Erinnerung ständig präsent war. Kurz vor dem Fest erst hatte uns das Nachlassgericht Potsdam das Testament eröffnet, das keinerlei Überraschungen enthielt. Es war schon von meinem Vater verfasst worden. Wir bräuchten des weiteren aber einen Erbschein, dessen Erstellung, nach Konsultation einiger Quellen im Netz, nicht ohne weiteres erfolgen würde. Neben der Klärung unserer Identität würden wir eine Aufstellung des ererbten Vermögens einreichen müssen. Eine Aufgabe mit einigen Schwierigkeiten, weswegen wir davon absahen, einen zu vorläufigen Termin anzustreben.
Sodann kamen wir endlich dazu, gemeinsam unser in Lager in Neukölln aufzusuchen. Mit meiner Vorarbeit konnten wir ganze 12 Kisten an Büchern, Notizheften und Briefen aussortieren, die wir dann am Montag zum Wertstoffhof in Babelsberg brachten. Das tat weh, diese Sachen, an denen die Eltern gehangen hatten, in den Schredder zu geben, aber wir sahen keine andere Wahl. Wir mussten uns sagen, dass sie Teil der Welt der Eltern waren, die nun nicht mehr physisch existierte. Nur noch in unserer Erinnerung, zu deren Erhalt wir uns einige Stücke aufbehielten.
Vielleicht würde es uns gelingen, in einem nächsten Schritt, eine endgültige Sichtung des Lagers vorzunehmen und sogar zu seiner Auflösung zu kommen. Meiner Schwester wäre sehr daran gelegen.
So stieg ich dann am Montag schwankend, leicht angeschlagen in die Bahn, die mich dann freundlich und verlässlich in Frankfurt absetzte. Weihnachten lag hinter mir, das neue Jahr konnte kommen.



