Durchdringender Sonnenschein nach den beiden trüben Tagen. Vor 11 läutete Sacre-Cœur. Nach einem Besuch bei Jules Joffrin (nochmals Flohmarkt dort), nahm ich die Bahn nach Joinville-le-Pont, dort den Bus 77 in den Bois de Vincennes.
Hinab ins Tal der Marne und am Ufer entlang bis Maisons-Alfort. Ein Weg, der mir immer wieder gut gefällt. Es war sehr warm und dennoch immer noch winterlich. Nirgendwo sah ich Frühlingsboten, keine Schneeglöckchen, keine Krokusse.
An der Staustufe lief ich weiter nach Charenton, das sich als durchaus charmante Vorstadt erwies. Aufgrund der Hitze kaufte ich mir gleich mal im Monoprix ein Sweatshirt aus Baumwolle. Ich hatte aus Frankfurt nur Wollsachen mitgebracht.
Und so verging sonst die letzte Woche:
🔵 Montag (2.2.), Sonnenschein, am Mittag für einige Besorgungen in die Rue du Faubourg Saint-Denis, auch Rue du Château d’Eau. Nachmittag wieder Telefon mit dem werten Cousin. Der Tag heute heißt in Frankreich Chandeleur. Da kam eine SMS von der Gruppe Atelier de Conversation. Man wollte zusammen Crêpes essen, wie man das an diesem Tag tut. Da musste ich mich beeilen. Ab heute findet das Treffen wieder Montags statt.
🔵 Dienstag (3.2.), morgens gleich Sprachcafé bei Robert Sabatier. Wir waren nur 5. Neben mir eine neue Gruppe junger Studentinnen. Das ist so in etwa die Zielgruppe. Ältere kommen seltener. Eine Engländerin hat etwas mit Linguistik oder Phonologie zu tun.
Am Nachmittag mit Regen in einer Bäckerei bei Trudaine. Ich hatte das Buch von Birte Kleine-Benne dabei, Kunst_operationen, mit dem ich mich schwer tat. In der Bäckerei war es leider auch lauter als gedacht.
🔵 Mittwoch (4.2.), mittags in das 13. Arrt. Nahe der BnF das Startupzentrum Station F in Augenschein genommen. Angeblich das größte seiner Art in Europa. Leider kam man nicht rein. Ich konnte nur durch Scheiben in die riesigen Hallen linsen. Ehemaliger Frachtbahnhof. Weiter nach Jussieu. Das Haushaltswarengeschäft BÜ hatte eine riesige Auswahl. Dennoch fand ich keine passende runde Tischdecke für meinen Küchentisch. Kurz noch einen Abstecher nach Odéon gemacht. Dann war ich durch für den Tag.
🔵 Donnerstag (5.2.), wieder Regen. War für ein paar Besorgungen bei Bon Marché. Seltsam, dieses italienische Balsamico Créma gibt es hier gar nicht. Bin danach bis rüber zur Rue de Grenelle gelaufen, wo sich ein Italienischer Feinkost befinden sollte. Auch da nichts. Nachmittags an meiner Bewerbung gearbeitet. Die Assoziation der Händler der Rue Versigny sucht Freiwillige. Ich sah es auf FB.
🔵 Freitag (6.2.), morgens endlich wieder das Sprachcafé bei Goutte d’Or. In vertrauter Runde mit Alexine und Margot. Themen wieder querbeet. Von der Größe einzelner Länder (Mexique ou Australie?), der Consommation von Café und verschiedener Schaumweine (vins mousseux). Später fand ich heraus, dass es leider keinen echten Champagner ohne Alkohol gibt. Das schreibt die Appellation d’origine contrôlée (AOC) angeblich so vor. Danach erst Belleville (Café und Markt. Narzissen bekommen.), dann Rambuteau, Früchtebrot gekauft. Bummel bis rauf zur Rue Château d’Eau.
🔵 Samstag (7.2.), zuerst zu einem Straßenmark bei Chevaleret, ich brauchte noch so ein Badge in quer. Dann im Jardin du Palais Royal. Schon sehr warm (14°), aber noch kein Gefühl von Frühling. Bummel im Viertel da bis Madeleine. Mit der 12 zurück zu mir und Wochenendeinkauf im Super U.
🔵 Sonntag (8.2.), wie oben beschrieben …

