Etwas Sonntag mit Warten auf Wimbledon

Aufschlag Sinner ...

Aufschlag Sinner …

Die Woche begann noch kühl. Seit Donnerstag Nachmittag stiegen die Temperaturen wieder. Als ich heute nach 11:00 das Haus auf dem Weg zum Bäcker verließ, hatte ich den Eindruck, ich müsste mich unbedingt im Schatten halten. Nach dem Einkauf verließ ich die Wohnung nicht mehr.

Nebenbei, wer meinte, Paris sei teuer, der nehme die folgenden Preise hier im Westend zur Kenntnis: Hefemaus 1,30, Buttercroissant 1,95 und Blaubeerkäsekuchen 5,20.

Meteorologisches Aquarell, 12.7. 2026

Meteorologisches Aquarell, 12.7. 2026

Bis 17:00 versuchte ich irgendwie die Zeit herumzukriegen, wahrscheinlich mit Fotos sortieren und kleineren Aufräumarbeiten hier im Blog. Dann Wimbledon Endspiel der Herren, ausgetragen zwischen Jannik Sinner und Alexander Zverev. Nicht gerade meine Wunschkombination, aber immerhin hatte Sinner am Freitag Djokovic ausgeschaltet. Das Match begann überraschend ausgeglichen. Beide Player brachten jeweils ihre Aufschlagspiele durch. Teils recht drastisch mit 40:0. Längere Ballwechsel blieben eine Seltenheit. Die ersten beiden Sätze endeten jeweils im Tie-Break. Den zweiten gewann Sinner, der daraufhin langsam in einen Vorteil kam, im dritten Satz ein Break schaffte und damit 6:3 für sich entschied. Im vierten Satz wurde das Spiel lebhafter, da man den Eindruck gewann, Zverev sah, dass er kämpfen musste. Hier schlossen die sicherlich besten Spiele an, die allerdings ein erneutes Break von Sinner nicht verhindern konnten, der dann schließlich bei 5:4 den eigenen Aufschlag hatte und bei 40:30 gleich zum Satz-, Match- und Tourniersieg nutzen konnte. Verdient.

Und so verlief meine restliche Woche:

🔵 Montag (6.7.), morgens alte Briefe fotografieren, die anschließend ins Altpapier wandern. Traurig, aber ich sehe keine andere Möglichkeit, nachdem neulich aus dem Lager in Berlin weitere Kisten gekommen waren. Wie ich so durch die Briefe schaue, die teils 30 und mehr Jahre alt sind, merke ich, dass ich mit niemandem von denen, die mir damals geschrieben hatten, noch in Kontakt bin. Wer war nochmal Nadja? So ist also das Leben, man hat für einige Zeit Begleiter und irgendwann verschwinden sie und neue kommen dazu, die auch wieder verschwinden. Nachmittags Telefonat mit dem Cousin, der einige Klarheit in seinen juristischen Angelegenheiten gewinnen konnte. Ob er daraus einen Vorteil ziehen kann, muss sich noch zeigen.

🔵 Dienstag (7.7.), weiter Briefe fotografiert. Einkauf beim Aldi Eckenheim. Später Treffen mit der Nachbarin am Kaffeewürfel am Holzhausenpark. Ein nettes Teil. Die Nachbarin verabschiedete sich schon nach einer Stunde. Verdattert. Bin ich so uninteressant? Immerhin konnte ich dann an einem Text für mein Blog weiterarbeiten. Unter den Briefen hatte sich eine Liste gefunden, auf der ich meine Besuche bei Kunsthochschulen in Deutschland und Österreich dokumentiert hatte. Ein schönes Zeugnis aus der Anfangszeit meines Kunststudiums.

🔵 Mittwoch (8.7.), nach Bockenheim zum Einkauf. Seit Sonntag blieb der Himmel weiter grau, wodurch ich die starke Neigung verspürte, Fotos mit der Großbildkamera aufzunehmen. Nach der Rückkehr aus Bockenheim packte ich die Ausrüstung, radelte zurück zum ehemaligen Biologiecampus und nahm da noch ein weiteres Bild auf. Am Abend entwickelte ich die ersten beiden Bilder vom letzten Sonntag. Zuvor hatte ich einen Test unternommen, ob der Entwickler noch taugte.

🔵 Donnerstag (9.7.), Wetterumschlag. Morgens noch grau, ab Nachmittag blauer Himmel mit Sonnenschein, der sofort den Temperaturanstieg spüren ließ. Weiter Briefe abfotografiert. Später die gestern entwickelten Filme gescannt.

🔵 Freitag (10.7.), im Internet hatte ich eine Thermofolie erworben, die, auf die Fenster aufgebracht, den Infrarotanteil des Sonnenlichts herausfiltern sollte. Die Montage war tatsächlich nicht allzu schwer. Jetzt wird sich zeigen, ob das taugt. Kurz vor 3 bei kräftigem, eigentlich schon zu starkem Sonnenschein nach Bockenheim. Zum Glück war das Studio 1 von Radio X klimatisiert. Seit 6 Monaten wieder in meiner normalen Umgebung. Die Sendung hat gut funktioniert. Ich erzählt vorwiegend von Paris. Danach noch in Bockenheim eingekauft.

  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert