Letzter Sonntag im August mit dem der Sommer sich formell zum Ende neigte. Ich beschloss, den Kosten für die Bahnfahrt zum Trotz nach Bad Nauheim zu fahren.
Das ging vom Bahnhof Frankfurt West ganz fix. Über weite, gelbe, stoppelige Felder. In der Ferne, in den Bergen des Taunus bemerkte ich den Fernsehturm, der mich an die erste Reise dieses Blogs nach Hamburg erinnerte. Das war 2013.
In Bad Nauheim empfing mich ein Oldtimerfestival. Schöne Autos, die stanken und lärmten. Die US-Army Jeeps, die an Elvis erinnern sollten, erst recht. Zum Glück konnte ich ihnen sehr schnell in den Parkanlagen der Usa entkommen, wo ich bald auf das Gradierwerk II stieß. Anders als im Winter stand es in Betrieb, in seiner Nähe gleich einen kühlen Wassernebel verbreitend.
Ich sicherte mir einen Liegestuhl, platzierte mich sodann direkt unter die Reisigwand und lauschte dem Rieseln des Wassers. Eine Bäckerei auf dem Weg hatte mich mit Kaffee und einem Süßteilchen (Vanillezitrone) versorgt. Die Sonne verschwand hinter feinen Schleierwolken, die die Lichtstimmung aufs allerangenehmste in Richtung Sommergrau schoben. Beinahe wäre ich da eingeschlafen.
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Das war der Sommer 2026
Der Sommer 2026, so liest man, brach bisher alle Rekorde, wenngleich er sich nach den Extremen in Paris Ende Juni nach meinem Dafürhalten eher moderat gab. Juli und August schienen mir im Vergleich zum Juni nicht unbedingt rekordverdächtig. Was aber für die Klimaforscher unbedeutend war. Gerade kam rein, dass der August der weltweit wärmste Monat war (16,96°). Dagegen in Schweden hatte ich es ja eher kühl. Ich bin soweit zufrieden.
Der Statistik nach starben soweit über 14.000 Menschen an der Hitze, davon allein 9.600 Ende Juni. In Frankreich etwa 7.000. Wie wird es erst nächstes Jahr werden?
— https://www.tagesschau.de/faktenfinder/klima-hitzetote-100.html


